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Boom von EBS-Kraftwerken

Aufgrund der Entwicklung der Strom-, Gas- und Rohölpreise suchen viele Unternehmen nach einer Möglichkeit, ihre Energiekosten zu senken. Die Anträge auf Errichtung sogenannter Ersatzbrennstoffkraftwerke (EBS) häufen sich.

Ein weiterer Grund dieser Entwicklung ist die Vermeidung von Entsorgungskosten des Gewerbemülls, der bisher deponiert werden konnte, jetzt aber in einer MVA behandelt werden muss. Sofern geeigneter Abfall zur Verfügung steht, kann die energetische Verwertung betriebswirtschaftlich Sinn machen.

„Nachteil und ökonomischer Anreiz zugleich ist, dass die Verwertungsanlagen (Zementwerke, Kraftwerke, Feuerungsanlagen) im Allgemeinen deutlich geringere Anforderungen an die Abgasreinigung einhalten müssen als die Abfallverbrennungsanlagen, in denen die Abfälle bisher häufig entsorgt wurden. Damit läuft die Abfallwirtschaft Gefahr, die Fortschritte der Luftreinhaltepolitik zu konterkarieren“.

Zudem werden Ersatzbrennstoffe (EBS) aus flüssigen oder pastösen besonders überwachungsbedürftigen Abfällen hergestellt. Vor diesem Hintergrund sind die geringeren Anforderungen an die Abgasreinigung besonders problematisch zu sehen.

Deshalb haben wir eine Anfrage an die Bezirksregierung, als Trägerin der Verfahren nach BimschG für EBS- Kraftwerke und zuständige Behörde für die Aufstellung der Abfallwirtschaftspläne, gerichtet und um eine Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Luftreinhaltepraxis, der Abfallwirtschaft, der Gebührenentwicklung der MVA´s und der zukünftigen Auslastung der konventionellen Großkraftwerke gebeten...

Lesen Sie hier die Antwort der Bezirksregierung Düsseldorf