Schienenverkehr im Großraum Bergisches Land muss besser werden

Am 24.September beschloss der Düssel­dor­fer Regio­nal­rat auf Initia­ti­ve der grünen Frak­ti­on und in der Form eines gemein­sa­men Antra­ges von Grünen, CDU, SPD und FDP/FW einstim­mig, sich mittels eines Brie­fes mit konkre­ten Forde­run­gen zur Verbes­se­rung der Bahn­si­tua­ti­on im rechts­rhei­ni­schen Teil des Planungs­rau­mes des Regio­nal­ra­tes an den Bundes- und Landes­ver­kehrs­mi­nis­ter, die Deut­sche Bahn, die DB Infra Go sowie den VRR zu wenden.

Hinter­grund war vor allem die desas­trö­se Situa­ti­on auf den Bahn­li­ni­en des Bergi­schen Landes im Anschluss an die Gene­ral­sa­nie­rung der Bahn­stre­cke Hagen-Wupper­tal-Köln. Aufgrund des Ausfalls von diver­sen Stell­wer­ken wurde Juni/Juli der Schie­nen­per­so­nen­ver­kehr in der Groß­stadt Wupper­tal für gut 10 Tage – mit Auswir­kun­gen von zusätz­li­chen Stre­cken­sper­run­gen Rich­tung Düssel­dorf, Hagen und Solin­gen – komplett lahm­ge­legt. Weite­re Stre­cken­sper­run­gen und Zugaus­fäl­le folg­ten in den folgen­den Mona­ten, u.a. wegen einer schad­haf­ten Eisen­bahn­brü­cke bei Opla­den. Die Moder­ni­sie­rung der acht Stell­wer­ke auf der gene­ral­sa­nier­ten Stre­cke wurde zuvor nicht mit durch­ge­führt, obwohl fast alle die Note Mangel­haft oder Unge­nü­gend bei Unter­su­chun­gen erhal­ten hatten. Medi­en spra­chen von einer ‚Schum­mel­sa­nie­rung‘.

Zugaus­fäl­le und Verspä­tun­gen sind seit Jahren mit zuneh­men­der Tendenz eine Alltags­er­fah­rung der Bahn­nut­zen­den. Arbei­ten­de Menschen errei­chen oft nicht recht­zei­tig ihre Arbeits­stät­te, Studie­ren­de verpas­sen ihre Vorle­sun­gen und Semi­na­re, alle kommen oftmals verspä­tet zu ihrem Ziel­ort oder nach Hause. Der Zugbe­trieb wird an heißen Sommer­ta­gen aufgrund unzu­rei­chen­der Klima­an­la­gen sogar über Tage ganz einge­stellt. Ein unhalt­ba­rer Zustand.

Auch für die ange­dach­te zukünf­ti­ge lang­jäh­ri­ge Stre­cken­sper­rung auf der Bahn­ver­bin­dung Remscheid-Solin­gen-Düssel­dorf, konkret Düssel­dorf-Eller nach Düssel­dorf HBF, muss recht­zei­tig vorge­sorgt werden, u.a. mittels der Einrich­tung eines Weichen­tra­pez in Düssel­dorf-Eller und eines guten Ersatz­ver­kehrs auf Düssel­dor­fer Stadtgebiet.

In der Anla­ge finden Sie den ausführ­li­chen Brief an die verant­wort­li­chen Institutionen:

Gemeinsamer_Antrag_der_Fraktionen_von_CDU-_SPD-_Buendnis_90-DIE_GRUeNEN_und_FDP-FWG_vom_12.08.2026_zum_Schienenverkehr.pdf

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