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Klausurtagung der Fraktion 07. – 08.02.2020 in Mönchengladbach

Auswirkungen des Braunkohletagebaus auf das Grundwasser

Bei unse­rer dies­jäh­ri­gen Klau­sur­ta­gung haben wir uns zunächst mit den Auswir­kun­gen des Braun­koh­le­ta­ge­baus auf das Grund­was­ser insbe­son­de­re in Bezug auf die Quali­tät, Quan­ti­tät und Versor­gungs­si­cher­heit beschäf­tigt.

Bedan­ken möch­ten wir uns für die inter­es­san­ten Einsich­ten in die Themen bei dem Umwelt­amt der Stadt Mönchen­glad­bach. Die Stadt ist seit Beginn des Abbaus massiv gefor­dert die Trink­was­ser­qua­li­tät zu erhal­ten.

Durch diese Pionier­ar­beit steht heute eine lücken­lo­se Doku­men­ta­ti­on zur Verfü­gung. Sie liefert gegen­wär­tig wert­vol­le Daten in der wissen­schaft­li­chen Analy­se zu den mögli­chen Folgen des Braun­koh­le­ta­ge­baus und die damit verbun­de­nen Auswir­kun­gen auf den Klima­wan­del.

npsn.de/download/1/Braunkohlenbericht Moenchengladbach.pdf

Die Bedro­hung von Feucht­ge­bie­ten mit der beson­de­ren Ausgleichs­funk­ti­on für das jewei­li­ge Mikro­kli­ma und die bereits nach weni­gen Jahren fest­ge­stell­te „Kippen­ver­saue­rung“ seien hier nur als mahnen­de Beispie­le durch für den hohen Grad der Umwelt­schä­di­gung durch den Abbau genannt.

Kalk gegen Kippenversauerung

Das aufge­schüt­te­te Gestein setzt in Kontakt mit Sauer­stoff und Wasser sowohl die im Erdreich vorhan­de­nen Metal­le, als auch saure Mine­ra­li­en frei. Beim Versi­ckern dieses Kippen­was­sers werden die Schad­stof­fe in den Unter­grund und somit in das Grund­was­ser einge­tra­gen.

Der Kalk, für die zwin­gend notwen­di­ge „Entsaue­rung“ des Gesteins wird seit Jahr­zehn­ten auch im Kalk­stein­bruch Oetels­ho­fen im Kreis Mett­mann gewon­nen. Das sind ca. 150.000 Tonnen pro Jahr. So wird die Natur hier eben­so ausge­beu­tet, jahr­mil­lio­nen alte Ökosys­te­me zerstört, und die Umwelt durch den Trans­port des Kalks vom Kreis Mett­mann zur Abgra­bungs­re­gi­on des RWE am Nieder­rhein zusätz­lich mit CO2 belas­tet.

umwelt.sachsen.de/umwelt/download/Kippenversauerung_Endbericht_Teil‑1.pdf

Für den Vortrieb dieses Abbaus im Kalk­stein­bruch Oetels­ho­fen soll nun ein alter Wald gero­det werden. Dies führt zu hefti­gen Protes­ten in der Bevöl­ke­rung.

Anfra­ge an den Kreis Mett­mann zum Kalk­trans­port

Beant­wor­tung Anfra­ge Trans­port von Kalk­stein

Herausforderungen an die zukünftige Energiepolitik

Im 2. Teil der Klau­sur­ta­gung haben wir uns den aktu­el­len Ener­gie­fra­gen gewid­met.

Wir hörten einen Vortrag von Dr. Kurt Berlo, vom Wupper­tal-Insti­tut mit dem Titel:

„Heraus­for­de­rung an die zukünf­ti­ge Ener­gie­po­li­tik“, der den Einstieg in eine lebhaf­te Diskus­si­on ermög­lich­te.

In der anschlie­ßen­den Bera­tung wurden vor allem auch raum­pla­ne­ri­sche Steue­rungs­in­stru­men­te zur Unter­stüt­zung der Ener­gie­wen­de erör­tert.

Die Ziel­vor­stel­lung, auf große Gewer­be­hal­len PV und/oder Grün­dä­cher vorzu­schrei­ben, soll­te durch einen mögli­chen Ergän­zungs­an­trag zum Regio­nal­plan näher erwo­gen werden. Die dezen­tra­le Orga­ni­sa­ti­on der Ener­gie­ver­sor­gung soll­te zukünf­tig dem poli­ti­schen Handeln noch weit­rei­chen­der als Prämis­se zugrun­de liegen.

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